Curt Riess wurde 1902 in Würzburg geboren. Als Student Schüler u .a. des Heidelberger Literaturhistorikers Friedrich Gundolf begann seine  journalistische Laufbahn in den USA. Der Sportjournalist und Redakteur beim 12-UHR-BLATT in Berlin, Reporter von zahlreichen Reisen durch ganz Europa, Theater- und Filmkritiker im Berlin der Zwanziger Jahre, konnte 1933 noch rechtzeitig nach Paris emigrieren. Für Paris Soir ging er als Korrespondent nach Amerika. Zwischen Paris, London, New York und Hollywood unterwegs, berichtete er für 25 europäische Zeitungen und für amerikanische Blätter. Den Zweiten Weltkrieg erlebte Riess als Deutschland-Spezialist der US-Marine und späterer Kriegsberichterstatter in Europa. In diesen Jahren entstanden mehrere Bücher. Zu Kriegsende war Riess bei den amerikanischen Truppen in Berchtesgaden und ging aber noch 1945 nach New York zurück. Hier schrieb der Journalist und freie Schriftsteller u.a. seine Goebbels-Biografie (1948). Mit Artikeln und Serien für Zeitungen und Illustrierte und als Autor zahlreicher Sachbücher, Romane, Biografien und Filmdrehbücher wurde Riess nach seiner Rückkehr in die Schweiz (1952) einer der erfolgreichsten und vielseitigsten deutschsprachigen Schriftsteller. Mitten in der Arbeit an der Neufassung seiner Furtwängler-Biografie starb Riess am 13. Mai 1993 an seinem langjährigen Wohnsitz im Kanton Zürich.