1902 in Berlin geboren, studierte Leni (Helene) Riefenstahl Malerei und war dann nacheinander Tänzerin, Schauspielerin, Filmregisseurin, Filmproduzentin und Fotoreporterin. Als Darstellerin in den Filmen Der heilige Berg (1926), Der große Sprung (1927), Die weiße Hölle vom Piz Palü (1929), Stürme über dem Mont Blanc (1930), Der weiße Rausch (1931) und SOS Eisberg (1933) wurde sie weltberühmt. Ihre großen Erfolge als Filmregisseurin begannen bereits 1932 mit dem Film Das blaue Licht, in dem sie auch die Hauptrolle spielte und der auf der Biennale in Venedig preisgekrönt wurde. Weitere internationale Erfolge errang sie mit den Dokumentarfilmen Triumph des Willens (1934; ausgezeichnet 1935 mit der Goldmedaille von Venedig und 1937 mit der Goldmedaille der Pariser Weltausstellung), und mit Olympia (2 Teile, 1938), der ebenfalls zahlreiche hohe Auszeichnungen erhielt, u.a.: 1937 Goldmedaille von Frankreich, 1938 1. Preis von Venedig als bester Film der Welt, 1939 das Olympische Diplom des IOC, 1956 in den USA als einer der zehn besten Filme der Welt klassifiziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie vorwiegend als Fotografin. Bildberichte über ihre Aufenthalte bei den Nuba erschienen zuerst bei Time-Life-Books und in den Zeitschriften The Sunday Times Magazin, L’Europeo, Stern und The Sun. Der Art-Directors-Club Deutschland zeichnete Leni Riefenstahl 1976 mit einer Goldmedaille für die beste fotografische Arbeit des Jahres 1975 aus. Das Time Magazin zählte sie zu den 100 wichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Das Filmmuseum Potsdam würdigte ihre filmischen und fotografischen Verdienste 1998 mit einer vielbeachteten Ausstellung. Anlässlich ihres 100. Geburtstages (August 2002) veranstaltete das Bonner Haus der deutschen Geschichte eine umfassende Riefenstahl-Ausstellung. Ihre Autobiographie wurde ein internationaler Bestseller. Leni Riefenstahl starb am 8. September 2003 in ihrem Haus in Pöcking / Starnberg.